KIA-Studium: Eine interessanter Wechsel zwischen Theorieunterricht und Praxisphasen

Unsere Fragen an Moritz Pietsch, KIA-Student Mechatronik im 10. Semester bei der TRUMPF Sachsen GmbH

Wie bist du auf den Studiengang KIA-Mechatronik gekommen?

Der Weg nach dem Abitur in Richtung Mechatronik war für mich nur konsequent. Schon sehr früh konnte ich mich für Robotertechnik begeistern. Das Zusammenspiel von Mechanik, Elektrotechnik und Informatik, macht all die intelligenten Systeme von heute überhaupt erst möglich. Mechatronik steckt überall drin: im Auto, in der Espressomaschine oder in CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen.

Durch eine internationale Elektrotechnik-Olympiade und vorangegangene Workshops hatte ich bereits während der 11. Klasse erste Berührungen mit der Hochschule Zittau/Görlitz. Schnuppervorlesungen bei Hochschulinfotagen haben mich dann überzeugt: Beim Studiengang Mechatronik ist alles drin, was mich interessiert. Und dann gab es vor allem das tolle Angebot, diesen Studiengang als Kooperatives Studium mit Integrierter Ausbildung (KIA) zu wählen, um neben dem akademischen Wissen möglichst viel praktische Fertigkeiten und Erfahrungen sammeln zu können. Auf der Website www.kia-studium.de habe ich schließlich in der Liste der Kooperationsunternehmen meinen Favoriten, die TRUMPF Sachsen GmbH in Neukirch, gefunden.

Was macht man da?

Das KIA-Studium ist von Anfang bis Ende durch einen interessanten Wechsel zwischen Theorieunterricht und Praxisphasen charakterisiert. Parallel zum Grundstudium in Teilzeitsemestern an der Hochschule in Zittau habe ich in den ersten zweieinhalb Jahren bei TRUMPF in Neukirch eine Facharbeiterausbildung im Elektroberuf Mechatroniker absolviert und mit der IHK-Prüfung abgeschlossen. Die Ausbildung führte mich durch fast alle Abteilungen der Produktion, Qualitätssicherung und Instandhaltung. In der zweiten Halbzeit, dem Hauptstudium, war ich während des Praxis- und Diplomsemesters sowie als Werksstudent wieder bei TRUMPF. Hier kann man sich als Mechatronik-Student in der Maschinenbau-, Elektro- oder Softwarekonstruktion spezialisieren und oft bei innovativen Neuentwicklungen von Laserschneidanlagen oder Automatisierungsanlagen zum Blech-Handling mitwirken.

Welche Vorteile hat ein duales Studium?

Neben dem offensichtlichen Vorteil, zusätzlich den Facharbeiterabschluss zu erlangen und schon während des Studiums eigenes Geld zu verdienen, sehe ich einen großen Vorteil im direkten Praxisbezug der Studieninhalte. Man versteht den praktischen Wert der Theorieinhalte besser und kann sie direkt im Unternehmen anwenden. Die fachlich herausfordernden Entwicklungsprojekte, die KIA-Studenten bei TRUMPF bearbeiten, sind keine bloßen Übungsobjekte für die Schublade, sondern ein echter Beitrag zum gemeinsamen Unternehmenserfolg. Außerdem wächst man in die Unternehmensabläufe hinein und wird von Anfang an als Ingenieurnachwuchs betrachtet. Diese Übernahmeperspektive erhöht natürlich auch die Motivation im Studium. Und bei Fragen oder Problemen stehen einem jederzeit viele andere KIA-Studenten im Unternehmen oder auch die Ausbildungsverantwortlichen mit Rat und Tat zur Seite.

Entspricht das Studium deinen Vorstellungen? Was ist besonders toll daran?

Das Studium entspricht absolut meinen Vorstellungen! Besonders toll daran ist, dass ich bei TRUMPF sogar mein Hobby zum Beruf machen kann. Ich programmiere leidenschaftlich gern Mikrocontroller und kann nun als Ingenieur unseren computergesteuerten Maschinen ein bisschen „Intelligenz einhauchen“, da ich mich auf die Entwicklung unserer Maschinensoftware spezialisiert habe. Aktuell darf ich als Diplomand sogar ein wenig angewandte Forschung betreiben. So vielfältig sind bei TRUMPF die Perspektiven, wenn man sich für Mechatronik entscheidet.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um KIA-Mechatronik zu studieren?

Neben einer Hochschulzugangsberechtigung ist vor allem ein Faible für Technik, Physik, Informatik und insbesondere Mathematik wichtig, um die fachlichen Herausforderungen gut zu meistern. Hilfreich sind auch die richtige Motivation und Leistungsbereitschaft. Für die Studienform KIA ist außerdem ein unterschriebener Ausbildungsvertrag Grundvoraussetzung. Dazu muss man rechtzeitig den mehrstufigen Bewerbungsprozess der Kooperationsunternehmen durchlaufen. Im Vorfeld genauer informieren und orientieren kann man sich durch Praktika und spezielle Ausbildungsinfotage oder auf der KIA-Website.

Würdest du den Studiengang anderen Jugendlichen empfehlen und wenn ja warum?

Der neue Studiengang Automatisierung und Mechatronik in der Studienform KIA ist sehr empfehlenswert für alle, die ein umfassendes Systemverständnis für intelligente Systeme erlangen und in ihrem Traumberuf mit Engagement voll durchstarten möchten.

Wie sieht die Zukunft aus?

TRUMPF Sachsen hat mir bereits jetzt einen Job als Softwareentwickler angeboten, den ich nach meinem Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) gern antreten werde.

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