Veränderte Ausbildungen durch Industrie 4.0

Aufgrund der neuen Anforderungen der Industrie 4.0 hat das Bundesinstitut für Berufsbildung die Ausbildung zum/r Verfahrensmechaniker/in modernisiert. Die modernisierte Ausbildungsverordnung ersetzt die Ausbildungsverordnung aus dem Jahr 1997.

Mit der neuen Verordnung ändert sich auch die Ausbildungsbezeichnung: Die Verfahrensmechaniker und Verfahrensmechanikerinnen von gestern heißen künftig Verfahrenstechnologen und Verfahrenstechnologinnen Metall. Innerhalb der Ausbildung können sich die Azubis zwischen vier Fachrichtungen entscheiden: Eisen- und Stahlmetallurgie, Stahlumformung, Nichteisenmetallurgie oder Nichteisenmetallumformung. Die Ausbildung dauert künftig dreieinhalb Jahre.

Die Aufgabe von Verfahrenstechnologen und Verfahrenstechnologinnen Metall ist die Überwachung, die Regelung und die Steuerung von Produktionsprozesse. Tätig sind sie in Kokereibetrieben, Sinteranlagen, Stahlwerken, Schmelz- und Gießbetrieben sowie Walz-, Press-, Schmiede- und Ziehwerken. Zu ihren Arbeitsorten zählen zudem auch Schmelzkessel, Elektrolysen und Schwebeschmelzanlagen bei der Blei-, Aluminium- oder Kupfererzeugung und Hochöfen.

Durch Leitsysteme, prozessbegleitende Systeme, Digitalisierung, Industrie 4.0 sowie integrierte Managementsysteme, müssen sich die Beschäftigten neuen Anforderungen stellen. Insofern war eine Überarbeitung der Ausbildungsverordnung notwendig geworden.

Die neue Ausbildungsverordnung ist zum 1. August 2018 in Kraft getreten.

(Quelle: www.me-vermitteln.de)

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