M+E-Industrie – Motor der sächsischen Wirtschaft

Die Metall- und Elektroindustrie erwirtschaftet über 60 Prozent des gesamten Industrieumsatzes und ist damit Motor der sächsischen Wirtschaft. Innovationen haben in den Unternehmen Tradition und das Know-how ist weltweit gefragt. Das ermöglicht entscheidende Wettbewerbsvorteile und sichert Arbeitsplätze in der Heimat.

M+E in Zahlen

 1.700 Unternehmen

Ca. 1.700 sächsische Unternehmen stehen für eine robuste Industrie mit Wachstumspotenzial. Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie (M+E), dem größten Industriezweig Sachsens, sind im Bereich des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, der Metallbe- und -verarbeitung, dem Fahrzeugbau, der Feinmechanik und Optik oder den Gießereien tätig.

Die sächsische M+E-Industrie ist eine Industrie, die vor allem von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt ist – mit einer überdurchschnittlich hohen Dichte in Südwestsachsen. Im bundesweiten Vergleich der M+E-Industrie steht Sachsen mit der Anzahl seiner Betriebe bereits auf Platz vier, nach Nordrhein-Westfalen (5.735), Baden-Württemberg (5.017) und Bayern (3.471).

 180.000 Beschäftigte

Die Metall- und Elektroindustrie hat in den vergangenen Jahren maßgeblich das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsplatzaufbau im Freistaat getragen. Mit fast 180.000 Mitarbeitern sind aktuell rund 45.000 mehr Beschäftigte als noch 2005 in Sachsens M+E-Firmen tätig. Damit ist den vergangenen zehn Jahren jeder dritte neue Arbeitsplatz im Freistaat direkt in der M+E-Industrie entstanden.

2015 betrug das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen der Beschäftigten in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie 39.200 EUR. Damit gehören die Mitarbeiter der sächsischen M+E-Industrie im Vergleich mit anderen Branchen zu den Spitzenverdienern.

Gerade klein- und mittelständische Unternehmen bieten in den einzelnen Regionen sehr gute Einstiegs- und Karriereperspektiven – sowohl für Berufsanfänger als auch für Arbeitnehmer, die sich beruflich umorientieren wollen. Qualifizierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Baustein für erfolgreiche Unternehmen, deshalb investieren die Firmen umfangreich in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

 43,6 Milliarden EUR Umsatz

Mit 43,6 Mrd. EUR verbuchte die sächsische M+E-Industrie im Jahr 2015 ihren bislang höchsten Jahresumsatz. Dabei werden über 40 Prozent des Umsatzes direkt im Ausland umgesetzt. Basis der guten wirtschaftlichen Entwicklung waren u.a. wachsende Erfolge auf den Auslandsmärkten, obwohl die Arbeitskosten in der sächsischen M+E-Industrie inzwischen über dem Niveau vieler west- und südeuropäischer Wettbewerber liegen. Innovative Spitzenprodukte, u.a. von Weltmarktführern, sind wieder ein Markenzeichen der sächsischen M+E-Industrie.

 Über 150 Länder

Die sächsischen M+E-Unternehmen sind weltweit unterwegs und in über 150 Ländern aktiv. Zu den TOP-Zielländern zählen China, USA, UK, Frankreich, Polen, Tschechien, Italien, Belgien, Russland, Schweiz und Österreich. Aber auch Exoten wie Benin, Curacao, Dschibuti, Färöer und Macau sind dabei. Insbesondere China hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten ausländischen Absatzmärkte entwickelt. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstands- und Regionalentwicklung haben sächsische Unternehmen 2014 Waren im Wert von 6,4 Mrd. EUR im Reich der Mitte abgesetzt. Mit einem Anteil von fast über 90 Prozent dominieren Metall- und Elektroerzeugnisse die Ausfuhren nach China, wobei hier Fahrzeuge und Fahrzeugteile von hoher Bedeutung sind.

 Über 3.000 Schulabgänger

Über 3.000 Schulabgänger beginnen jährlich eine spannende duale Ausbildung in der sächsischen M+E-Industrie. Bei mehr als 40 Ausbildungsberufen in Metall, Elektro und IT fällt die Wahl nicht leicht. Für jeden ist etwas dabei. Ob für Jungs oder Mädchen, ob mit Hauptschul- oder Realschulabschluss – es lohnt sich auf alle Fälle! Denn neben einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung stehen die Chancen für eine Übernahme gut. Nicht umsonst ist das Motto der Branchen: M+E - hier beginnt die Zukunft.