Ausbildung von A bis Z

Ausbildungsvertrag Vor Beginn der Ausbildung muss ein schriftlicher Ausbildungsvertrag geschlossen werden. Er enthält wichtige Angaben zum Ausbildungsverhältnis wie Beginn und Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit, der Probezeit, des Urlaubes sowie Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung. Bei minderjährigen Auszubildenden kann der Vertrag nur wirksam geschlossen werden, wenn seine gesetzlichen Vertreter, in der Regel beide Eltern gemeinsam, dem Ausbildungsvertrag durch Unterschrift auf dem Vertrag zustimmen.
Ausbildungsvergütung Die Ausbildung wird monatlich vergütet. Die Beträge unterscheiden sich je nach Beruf und Unternehmen. Im Durchschnitt liegen sie zwischen 300 und 800 Euro pro Monat, wobei die Höhe mit jedem Ausbildungsjahr steigt. Teilweise sind zusätzlich Erfolgszahlungen, z. B. für gute Leistungen in der Berufsschule, möglich.
Berufsschule Es besteht eine Berufsschulpflicht für alle Auszubildenden. Der Besuch der Berufsschule erfolgt in der Regel in Blöcken von mehreren Wochen, die sich mit der praktischen Arbeit im Unternehmen abwechseln und mit Fortschritt der Ausbildung abnehmen.
Bewerbung Die Bewerbung umfasst ein individuelles Anschreiben, einen vollständigen Lebenslauf mit Foto, aktuelle Zeugnisse und ergänzende Unterlagen wie Zeugnisse über Praktika. Die Unterlagen sollten am PC erstellt und auf weißem A4-Papier ausgedruckt werden. Wichtig sind ordentliche Unterlagen ohne Rechtschreibfehler, die am besten in einer Mappe geordnet werden. Ausführliche Bewerbungstipps und die Möglichkeit zur Bewerbung erhälst du bei uns.
Duale Ausbildung Die duale Berufsausbildung bezeichnet die Ausbildung in einem Beruf als Kombination zwischen schulischer und betrieblicher Ausbildung. Sie hat im Gegensatz zur rein schulischen oder überbetrieblichen Ausbildung den Vorteil, dass die praktische Ausbildung direkt in einem Unternehmen erfolgt und so gezielt in das Berufsleben einführt.
Einstellungstest Immer mehr Unternehmen führen ergänzend zum Vorstellungsgespräch einen Einstellungstest durch. Dieser kann je nach Unternehmen und Beruf in Inhalt und Umfang sehr unterschiedlich ausfallen. Oftmals stehen Allgemeinwissen, mathematisches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit, Rechtschreib- oder Persönlichkeitstests im Mittelpunkt.
IHK Bei den Industrie- und Handelskammern wird das jeweilige Ausbildungsverhältnis angemeldet. Sie überprüft zudem, ob das Unternehmen für die Ausbildung in dem jeweiligen Beruf geeignet ist. Die IHK führt außerdem die Zwischen- und Abschlussprüfungen durch. Die Abstimmungen und Anmeldungen dafür erfolgen durch das ausbildende Unternehmen.
Jugendarbeitsschutz Der Jugendarbeitsschutz gilt für die Beschäftigung aller Personen, die noch nicht 18 Jahre alt sind. Er regelt beispielsweise, dass die tägliche Arbeitszeit 8 Stunden und die wöchentliche 40 Stunden nicht überschreiten darf.
Krankenkasse Die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse ist für alle Auszubildenden vorgeschrieben, die Kasse aber frei wählbar. Hier sollten Beitragssätze und Leistungen vorher verglichen werden.
Lebenslauf Der Lebenslauf ist ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbungsunterlagen und sollte alle relevanten persönlichen Daten in tabellarischer Form aufführen. Dazu gehören neben den Angaben zu Name, Anschrift und Geburtsdatum vor allem die bisherigen Stationen des schulischen Lebens, Praktika und wichtige Kenntnisse, z. B. Fremdsprachen oder IT-Kenntnisse. In der Regel wird in der oberen rechten Ecke das Porträtfoto platziert.
Messen Ausbildungsmessen sind eine gute Möglichkeit, sich im direkten Gespräch mit Unternehmen über Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten zu informieren. Dieser persönliche Kontakt kann sich auf eine spätere Bewerbung positiv auswirken. Es ist ratsam, sich vor Messebesuchen darüber zu informieren, welche Aussteller besucht werden sollen und welche Fragen von Bedeutung sind.
Praktika Praktika während der Schulzeit bzw. in den Schulferien bieten eine gute Gelegenheit herauszufinden, welcher Beruf Spaß macht und gleichzeitig die Unternehmen in der Umgebung kennenzulernen. Bei einer späteren Bewerbung hat man nicht nur einen Wissensvorsprung, sondern kann überzeugend seinen Berufswunsch präsentieren und durch hohes Engagement punkten.
Probezeit Die Probezeit ist eine im Ausbildungsvertrag festgeschriebene Zeit von mindestens einem und höchstens drei Monaten. Während dieser Zeit können Arbeitgeber und Auszubildende jederzeit und ohne Angabe von Gründen den Ausbildungsvertrag kündigen.
Sozialversicherung Unter diesem Begriff sind die Versicherungen zusammengefasst, die monatlich in Höhe eines festen Prozentsatzes vom Bruttolohn abgezogen werden. Dazu gehören Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung (1,7 %). Die Beiträge tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte und werden automatisch vom Arbeitgeber abgeführt. Beträgt das Ausbildungsentgelt weniger als 325,00 Euro, zahlt lediglich der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge.
Urlaub Auszubildende haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der gesetzliche Mindesturlaub richtet sich bei unter 18-Jährigen nach dem Alter und beträgt zwischen 25 und 30 Tagen. Bei Erwachsenenurlaub liegt der Mindestanspruch bei 24 Werktagen pro Jahr.
Verbundausbildung Da nicht alle Unternehmen die in den Ausbildungsordnungen geforderten Ausbildungsinhalte vollständig selbst vermitteln können, schließen sich vor allem kleinere und mittlere Unternehmen zu Ausbildungsverbünden zusammen, um so den eigenen Nachwuchs sichern und betriebliche Ausbildungsplätze im dualen System schaffen zu können.
Vorstellungsgespräch Mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch ist eine erste Etappe erfolgreich absolviert. Daher ist eine gute Vorbereitung wichtig, vor allem über das Unternehmen. Zu Fragen nach den Gründen der Wahl des jeweiligen Berufes, zu Vorstellungen der Arbeitsinhalte und zu den einzelnen Stationen des Lebenslaufes sollte man sich Antworten im Voraus überlegen. Eigene Fragen zu Details des Unternehmens sind positiv und bekräftigen Interesse und Engagement. Neben den Inhalten sind auch Körperhaltung, Mimik und Gestik wichtig, wobei man immer natürlich bleiben sollte.
Zeugnis Bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ist dem Auszubildenden ein Zeugnis auszustellen. Es muss Angaben enthalten über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse des Auszubildenden (einfaches Zeugnis). Der Auszubildende kann aber auch verlangen, dass in das Zeugnis Angaben über Führung, Leistung und besondere Fähigkeiten aufzunehmen sind (qualifiziertes Zeugnis).
Zwischenprüfung Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Berufsausbildung eine Zwischenprüfung durchgeführt. Inhalt und Zeitpunkt der Zwischenprüfung sind in der jeweiligen Ausbildungsordnung vorgeschrieben.

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